GwG-Sorgfaltspflichten im Immobiliengeschäft einfach strukturiert abbilden.
Immobilienmakler müssen im Rahmen des Geldwäschegesetzes verschiedene Prüf-, Identifizierungs- und Dokumentationsschritte beachten. GWG ImmoKompass hilft dabei, diese Pflichten in einem digitalen Vorgang nachvollziehbar zusammenzuführen.
Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Sie erklärt typische Zusammenhänge und zeigt, wie GwG-Prozesse im Immobilienbereich strukturiert vorbereitet und digital dokumentiert werden können.
Sorgfaltspflichten sind Prüf- und Dokumentationsschritte, mit denen verpflichtete Unternehmen ihre Kunden, Beteiligten und Risiken besser einschätzen sollen. Für Immobilienmakler bedeutet das typischerweise, dass relevante Personen identifiziert, Risiken bewertet, wirtschaftlich Berechtigte erfasst und Entscheidungen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Je nach Vorgang, Beteiligtenstruktur und Risikoeinschätzung können unterschiedliche Pflichten und Nachweise relevant sein.
Immobiliengeschäfte betreffen häufig hohe Vermögenswerte. Deshalb gelten sie als sensibler Bereich im Zusammenhang mit Geldwäscheprävention. Immobilienmakler sollten ihre GwG-Prozesse deshalb nicht nur als Pflicht, sondern als strukturierten Arbeitsablauf verstehen.
Das Problem entsteht im Alltag häufig nicht bei der einzelnen Prüfung, sondern bei der späteren Nachvollziehbarkeit: Wer wurde geprüft? Wann wurde geprüft? Welche Entscheidung wurde getroffen? Welche Nachweise liegen vor?
Welche Pflichten im Einzelfall relevant sind, hängt vom konkreten Vorgang ab. Die folgenden Bereiche sind typischerweise zu berücksichtigen.
Stammdaten der Beteiligten und Eckdaten zum konkreten Vorgang strukturiert aufnehmen.
Ausweisangaben, Identifizierungsweg und Zeitpunkt der Prüfung festhalten.
Gesellschaftsangaben, Registerdaten und Vertretungsverhältnisse dokumentieren.
Beteiligungen, Stimmrechte und Kontrolle nachvollziehbar abbilden.
Hinweise auf politisch exponierte Personen sachlich einordnen und festhalten.
Risikofaktoren je Vorgang strukturiert bewerten und begründen.
Eingegangene Belege und Dokumente direkt am Vorgang ablegen.
Entscheidungen mit Datum, Bearbeiter und Begründung speichern.
Änderungen an Angaben oder Risikoeinschätzung im Verlauf sichtbar machen.
Vorgänge so führen, dass Unterlagen im Anfragefall strukturiert auffindbar sind.
Verantwortlichkeiten im Team transparent festlegen und protokollieren.
Stand und Freigaben so dokumentieren, dass spätere Nachvollziehbarkeit gegeben ist.
Ein neuer Vorgang bündelt alle GwG-relevanten Informationen an einem Ort.
Natürliche und juristische Personen werden mit ihren Rollen aufgenommen.
Angaben zur Identifizierung werden strukturiert dokumentiert.
Beteiligungen und Kontrollverhältnisse werden nachvollziehbar erfasst.
Hinweise werden sachlich eingeordnet und im Vorgang festgehalten.
Die Risikobewertung des konkreten Vorgangs wird begründet dokumentiert.
Belege werden versioniert dem Vorgang zugeordnet.
Entscheidungen werden mit Begründung und Verantwortlichem festgehalten.
Offene Aufgaben, Wiedervorlagen und Bearbeitungsstand im Blick behalten.
Ein strukturierter Export macht den Vorgang prüffähig auffindbar.
Pflichten werden nur mündlich oder informell abgearbeitet
Identifizierungsnachweise liegen nicht geordnet beim Vorgang
wirtschaftlich Berechtigte werden nicht sauber erfasst
PEP-Hinweise werden nicht dokumentiert
Risikoanalyse und Nachweise sind nicht miteinander verknüpft
alte Vorgänge sind schwer rekonstruierbar
Fristen und Aktualisierungen werden manuell überwacht
bei Behördenanfragen entsteht unnötiger Zeitdruck
Mitarbeitende arbeiten unterschiedlich
es fehlt eine zentrale digitale GwG-Akte
Eine digitale GwG-Akte kann helfen, diese Lücken zu reduzieren.
GWG ImmoKompass bündelt die relevanten Schritte eines GwG-Vorgangs in einer digitalen Arbeitsumgebung. Immobilienprofis können Beteiligte erfassen, Identifizierungsdaten dokumentieren, wirtschaftlich Berechtigte hinterlegen, PEP-Hinweise berücksichtigen, Risikoanalysen erstellen, Nachweise speichern und bei Bedarf einen Behörden-Export vorbereiten.
Alle Informationen eines Vorgangs gebündelt an einem Ort.
Strukturierte Datenerfassung statt freier E-Mail-Notizen.
Identifizierungsangaben und Belege dem Vorgang zuordnen.
Beteiligungen und Kontrolle nachvollziehbar abbilden.
PEP-Hinweise sachlich am Vorgang festhalten.
Risikofaktoren je Vorgang begründet bewerten.
Dokumente versioniert am Vorgang ablegen.
Jeder Schritt mit Zeitstempel dokumentiert.
Prüfungen und Entscheidungen nachvollziehbar festhalten.
Vorbereitete Prüfakte für behördliche Anfragen.
Wiedervorlagen und Bearbeitungsstand im Blick.
Entwicklung des Vorgangs jederzeit transparent.
Diese Seite bietet den Überblick. Für die einzelnen Themen stehen ergänzende Ratgeber bereit.
Kundenprüfung, Identifizierung und Dokumentation strukturiert umsetzen.
Politisch exponierte Personen einordnen und dokumentieren.
Prüfungen und Entscheidungen nachvollziehbar festhalten.
Was im Prüfungsfall vorbereitet sein sollte.
Risiken strukturiert bewerten und dokumentieren.
Beteiligungen und Kontrolle nachvollziehbar abbilden.
Kompakte Übersicht aller GwG-Pflichten als Selbstcheck.
Klare, dokumentierte Prüfschritte ohne Papierchaos.
Einheitliche Dokumentation über das gesamte Team.
Standortübergreifend strukturierte GwG-Akten.
Wiederkehrende Käuferprüfungen sauber abbilden.
Komplexe Beteiligtenstrukturen dokumentieren.
Skalierbare Dokumentation statt Einzelfall-Suche.
Konsistente Prozesse trotz Personalwechsel.
Unterlagen schneller bereitstellen können.
Sorgfaltspflichten sind Prüf- und Dokumentationsschritte, mit denen verpflichtete Unternehmen ihre Kunden, Beteiligten und Risiken besser einschätzen sollen. Für Immobilienmakler kann das typischerweise Identifizierung, Erfassung wirtschaftlich Berechtigter, PEP-Hinweise, Risikoanalyse und Dokumentation umfassen.
Ob und in welchem Umfang Sorgfaltspflichten greifen, hängt vom Einzelfall ab – etwa von Vertragsart, Beteiligten und Risikoeinschätzung. Eine pauschale Aussage ist nicht möglich; im Zweifel sollte die konkrete Situation rechtlich geprüft werden.
Je nach Vorgang können natürliche Personen, Vertreter, juristische Personen und wirtschaftlich Berechtigte relevant sein. Welche Prüftiefe konkret angemessen ist, ergibt sich aus dem Einzelfall.
Die Identifizierung dient dazu, die Beteiligten eines Vorgangs verlässlich einzuordnen. Angaben, Weg und Zeitpunkt der Identifizierung sollten dabei nachvollziehbar im Vorgang dokumentiert werden.
Als wirtschaftlich Berechtigte werden in der Regel Personen verstanden, die wirtschaftlich hinter einer Gesellschaft oder einem Vorgang stehen oder diese kontrollieren. Beteiligungen und Kontrolle sollten strukturiert abgebildet werden.
PEP steht für politisch exponierte Personen. Im GwG-Kontext geht es darum, mögliche PEP-Bezüge sachlich einzuordnen und nachvollziehbar zu dokumentieren – ohne Vorverurteilung.
Die Risikoanalyse hilft, einen Vorgang einzuordnen und passende Prüfschritte abzuleiten. Sie ist eng mit Identifizierung, wirtschaftlich Berechtigten und Dokumentation verknüpft.
Im Prüfungsfall zählt nicht die Erinnerung einzelner Mitarbeitender, sondern die nachvollziehbare Dokumentation im Vorgang. Eine strukturierte Akte erleichtert Rückfragen, interne Übergaben und die Vorbereitung auf Behördenanfragen.
GWG ImmoKompass unterstützt Immobilienprofis dabei, Identifizierung, wirtschaftlich Berechtigte, PEP-Hinweise, Risikoanalyse, Nachweise, Bearbeitungsschritte und Behörden-Export in einem digitalen Vorgang zusammenzuführen.
Nein. GWG ImmoKompass ist ein digitales Werkzeug zur strukturierten Dokumentation und Vorbereitung und ersetzt keine individuelle rechtliche Beratung.
Praxisnahe Hintergründe zu GwG-Pflichten für Immobilienmakler, Bauträger und Hausverwaltungen.